Technik
WordPress oder Baukasten? WordPress, wenn Sie selbst pflegen und bei Google gefunden werden wollen.
Drei Wege, drei Preisstrukturen, drei Grenzen. Die Entscheidung hängt daran, wer die Seite nach dem Livegang pflegt.
WordPress passt für Betriebe, die selbst Inhalte pflegen, Funktionen wie Termin oder Shop brauchen und über Google gefunden werden wollen. Ein Baukasten passt für Visitenkarten im Netz ohne Suchmaschinenziel. Eine statische Website passt, wenn die Seite selten geändert wird und dafür schnell, sicher und wartungsarm sein soll. Alle drei sind gleich gut auffindbar, wenn Struktur und Text stimmen; der Unterschied liegt in Pflege, Kosten und Grenzen.
Worin unterscheiden sich die drei Wege?
| Kriterium | WordPress | Baukasten (Wix, Jimdo, IONOS) | Statische Website (Astro) |
|---|---|---|---|
| Einmalige Kosten | 1.800 bis 9.000 Euro | 0 bis 500 Euro | 2.500 bis 12.000 Euro |
| Laufende Kosten | Hosting ab 5 Euro, Wartung 49 bis 149 Euro/Monat | 15 bis 60 Euro/Monat | Hosting ab 0 bis 10 Euro, Wartung ab 49 Euro/Monat optional |
| Eigene Pflege | ja, Redaktionsbereich | ja, Editor | eingeschränkt, über Agentur oder Redaktionswerkzeug |
| Ladezeit | 1 bis 8 Sekunden, je nach Pflege | 2 bis 5 Sekunden | unter 1 Sekunde |
| Sicherheit | hängt an Updates | Anbieter | sehr hoch, keine Datenbank |
| Funktionen (Termin, Shop, Mitglieder) | fertige Bausteine | eingeschränkt | über Drittanbieter einbindbar |
| Umzug zu anderem Anbieter | jederzeit | nur Neubau | jederzeit |
| Auffindbarkeit | gut, bei sauberem Aufbau | eingeschränkt | sehr gut |
Wann ist WordPress richtig?
Wenn Sie regelmäßig selbst Inhalte einstellen: Aktuelles, Stellen, Projektberichte, Blog. Wenn Sie Funktionen brauchen, für die es fertige Bausteine gibt: Terminbuchung, Mitgliederbereich, kleiner Shop mit WooCommerce, Formulare mit Logik. Wenn mehrere Personen mit unterschiedlichen Rechten pflegen, etwa in einem Verein oder einer Praxis mit mehreren Standorten.
Die Bedingung: Jemand hält das System aktuell. Entweder Sie, einmal im Monat mit Backup davor, oder ein Wartungsvertrag. WordPress ohne Pflege ist nach zwei Jahren ein Sicherheitsrisiko, das ist keine Übertreibung, sondern die Erfahrung aus jeder Bereinigung, die wir gemacht haben.
Wann ist ein Baukasten richtig?
Wenn die Seite eine Visitenkarte ist und Kunden nicht über Google kommen müssen. Wenn Sie in einer Stunde etwas online haben wollen und dafür monatlich zahlen. Wenn das Budget unter 1.000 Euro liegt. Das ist bei Nebengewerben, Hobbyprojekten und manchen Freiberuflern der Fall, und dann ist der Baukasten die ehrliche Empfehlung.
Die Grenzen: Ladezeit und Technik sind vorgegeben, strukturierte Daten und saubere Adressen oft nicht möglich, und der Umzug ist ein Neubau. Wer mit dem Baukasten anfängt und später Anfragen über Google will, zahlt zweimal.
Wann ist eine statische Website richtig?
Wenn die Seite nach dem Livegang selten geändert wird und dafür schnell, sicher und wartungsarm sein soll. Das trifft auf viele Handwerksbetriebe, Praxen und Dienstleister zu: Die Leistungen ändern sich nicht monatlich, die Öffnungszeiten selten. Wir bauen statische Seiten mit Astro. Sie laden unter einer Sekunde, haben keine Datenbank und keine Plugins, und sie brauchen keine Sicherheitsupdates.
Änderungen laufen über uns (innerhalb von zwei Werktagen) oder über ein Redaktionswerkzeug, das Texte in Dateien schreibt. Für Betriebe, die selten ändern, ist das günstiger und sicherer als WordPress mit Wartung. Für Vereine und Betriebe mit wöchentlichen Inhalten ist es der falsche Weg.
Unsere Empfehlung je Betriebsart
- Handwerk, Kfz, Dienstleister: statisch oder WordPress, je nachdem, ob Sie Projektberichte und Stellen selbst einstellen wollen.
- Praxen: WordPress, wenn Sie Aktuelles und Stellen pflegen; statisch, wenn die Seite steht und nur das Terminsystem lebt.
- Vereine: WordPress mit Wartungsvertrag, wegen der vielen Redakteure.
- Gastronomie: WordPress, wenn die Karte oft wechselt; statisch mit Karten-Redaktionswerkzeug, wenn nicht. Bestellsystem als eigene Anwendung.
- Kanzleien, Steuerberater: statisch oder WordPress, je nach Karriereseiten und Mandanteninformationen.
- Shops: Shopify oder WooCommerce, keine statische Seite.
Wir sagen im Erstgespräch, welcher Weg passt, und bauen alle drei. Es gibt keinen Grund, jedem Betrieb dasselbe System zu verkaufen.
Stand: . Preise netto, Änderungen nur bei echter Anpassung.