Kosten
Was kostet eine Website 2026? Für einen Betrieb 2.500 bis 12.000 Euro, ein Onepager ab 1.500.
Vier Faktoren bestimmen den Preis. Wer sie kennt, kann Angebote vergleichen und erkennt, wo ein günstiger Preis teuer wird.
Eine Firmenwebsite kostet 2026 bei einer Agentur zwischen 2.500 und 12.000 Euro netto, bei einem Freelancer meist 1.500 bis 6.000 Euro, mit einem Baukasten unter 500 Euro plus 15 bis 60 Euro im Monat. Den Preis bewegen vier Dinge: Zahl der Seiten, wer die Texte schreibt, Zusatzfunktionen wie Shop oder Termin, und ob eine alte Seite abgelöst wird.
Was bestimmt den Preis einer Website?
Vier Faktoren, in dieser Reihenfolge:
- Zahl der Seiten. Ein Onepager mit fünf Abschnitten ist eine andere Arbeit als ein Auftritt mit zwanzig Leistungsseiten. Jede Seite braucht Struktur, Text, Bilder und eine Prüfung auf dem Handy.
- Wer die Texte schreibt. Texte sind der teuerste Einzelposten, weil sie die meiste Zeit kosten und weil gute Texte Recherche brauchen. Liefern Sie fertige, brauchbare Texte, sinkt der Preis um 15 bis 25 Prozent. In der Praxis liefern die wenigsten Betriebe fertige Texte, und das ist in Ordnung: Antworten auf Fragen reichen, den Rest macht die Agentur.
- Zusatzfunktionen. Terminbuchung, Shop, Bestellsystem, Mitgliederbereich, mehrere Sprachen. Jede Funktion bringt eigene Technik, eigene Tests und eigene Rechtstexte.
- Relaunch statt Neubau. Wird eine alte Seite abgelöst, kommen Bestandsaufnahme, Umleitungen und Nachmessung dazu. Das kostet 500 bis 2.000 Euro mehr und ist der Posten, an dem am häufigsten gespart wird, mit dem größten Schaden.
Was kostet eine Website je Betriebsart?
Richtwerte netto, Stand September 2026, bei einer Agentur mit Seitenplan nach Suchbegriffen:
| Betriebsart | Typischer Umfang | Preisrahmen |
|---|---|---|
| Handwerksbetrieb | 4 bis 8 Leistungsseiten, Referenzen, Formular mit Fotoupload | 3.000 bis 6.500 Euro |
| Arztpraxis, Zahnarzt | 6 bis 12 Behandlungsseiten, Team, Online-Termin, Barrierefreiheit | 4.000 bis 8.000 Euro |
| Steuerberater, Kanzlei | Mandantengruppen, Leistungen, Karriere, Portal-Anbindung | 3.500 bis 7.000 Euro |
| Restaurant | Karte als Text, Reservierung, Feiern, Stellen | 2.000 bis 3.500 Euro |
| Lieferdienst mit Bestellsystem | wie Restaurant plus eigenes Bestellsystem ohne Provision | 5.000 bis 7.000 Euro |
| Verein | Abteilungen, Termine, Berichte, Mitgliedsantrag, mehrere Redakteure | 1.500 bis 4.500 Euro |
| Onlineshop | Kategorien, Produkte, Zahlung, Versand, Rechtstexte | 4.000 bis 25.000 Euro |
| Landingpage | eine Seite, ein Angebot, ein Ziel | 1.500 bis 4.500 Euro |
Wann reicht ein Baukasten?
Wenn die Seite eine Visitenkarte im Netz sein soll und niemand über Google auf sie stoßen muss: Nebengewerbe, Vereine mit rein interner Zielgruppe, Freiberufler mit vollem Auftragsbuch durch Empfehlungen. Baukästen wie Wix, Jimdo oder IONOS kosten wenig, sehen ordentlich aus und lassen sich selbst pflegen.
Sie reichen nicht, wenn die Seite Anfragen über Google bringen soll. Dann fehlt der wichtigste Schritt, die Auswertung der Suchbegriffe und der Seitenplan daraus, und die technischen Grenzen der Baukästen (Ladezeit, strukturierte Daten, Adressstruktur) kosten Platzierungen. Und der Umzug aus einem Baukasten ist später ein Neubau, weil sich nichts exportieren lässt.
Woran erkennt man ein Angebot, das zu billig ist?
An dem, was fehlt. Fragen Sie nach:
- Werden die Suchbegriffe vor dem Bau ausgewertet? Steht der Seitenplan im Angebot?
- Wer schreibt die Texte, und sind sie im Preis?
- Was passiert mit den alten Adressen, wenn es eine alte Seite gibt?
- Gehören Domain, Hosting und alle Zugänge Ihnen?
- Was kostet die Seite im Betrieb, und was ist enthalten?
Ein Angebot, das auf diese Fragen keine Antwort hat, ist nicht günstig. Es lässt nur die Arbeit weg, die den Unterschied macht.
Was ist mit den laufenden Kosten?
Domain 10 bis 20 Euro im Jahr. Hosting 5 bis 30 Euro im Monat, bei statischen Seiten oft im Wartungspreis enthalten. Wartung bei WordPress 49 bis 149 Euro im Monat, wenn Sie Updates, Backups und kleine Änderungen abgeben wollen. Suchmaschinenoptimierung und Google Ads sind eigene Posten mit eigenem Preis. Ohne Wartung kostet eine statische Seite im Betrieb fast nichts, eine WordPress-Seite Ihre Zeit oder irgendwann eine Bereinigung nach dem ersten Hack.
Stand: . Preise netto, Änderungen nur bei echter Anpassung.